Supervision als Baustein im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Leitungen von Unternehmen stehen vielfältigen Aufgaben gegenüber. Neben der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens rückt die Bindung guter Mitarbeiter*innen immer mehr in den Fokus der Chefetagen. „Was können wir tun, um unsere Mitarbeitenden zu halten?“ „Was können wir tun, damit unsere Mitarbeitenden gesund bleiben?“, sind nur einige der Fragen, mit denen sich Personaler*innen und Führungskräfte beschäftigen.

Ein Modul zur Gesundheitsprävention stellt Supervision dar. In der Supervision werden berufliche Prozesse unter der Moderation einer externen Person reflektiert.

Ziel der Supervision ist es, Qualitätssicherung und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden gleichermaßen im Blick zu haben.

In Deutschland hat sich Supervision zuerst als fester Bestandteil der Qualitätssicherung in der Sozialarbeit etabliert und hält nach und nach Einzug in verschiedene Wirtschaftsbetriebe.

Wird Supervision als Teil des betrieblichen Gesundheitsmanagements eingesetzt, kommt es in regelmäßigen Abständen zu Beratungen zwischen Teams oder einzelnen Mitarbeiter*innen und der Supervisorin.

Im Zuge dieser Beratung können z.B. Überlastungen einzelner Mitarbeitenden rechtzeitig erkannt und ihnen entgegen gewirkt werden.

Die Supervision kann zwischen Kolleg*innen aus unterschiedlichen Bereichen stattfinden und so deren Kommunikation sicherstellen und ggf. helfen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams zu verbessern.

Veränderungsprozesse einzelner Mitarbeiter*innen sowie bestimmter Arbeitsabläufe können supervisorisch begleitet, Rollen reflektiert und Aufgabenaufteilung im Team verhandelt werden.

Die berufliche Handlungskompetenz der Mitarbeitenden soll erhöht werden.

Ein Ziel ist es, die Wahlmöglichkeiten der Mitarbeiter*innen für ihr Handeln zu erhöhen oder auch bei einer großen Vielfalt an Optionen (der Qual der Wahl) zu unterstützen, die nächsten Schritte festzulegen.

Last but not least wird Supervision genutzt, um gemeinsam einen Blick auf Arbeitserfolge zu werfen und zu überlegen, wie man an diese anknüpfen kann. Oft trägt dies zur Stärkung des Wir-Gefühls im Team und des Zugehörigkeitsgefühls zum Betrieb bei.